2.074 Zuschauer waren am Sonntagnachmittag zum Familientag der HEC Falken gekommen und sahen ein bis zum Schluss spannendes Spiel. Nach einem 0:2-Rückstand setzten sich die Gastgeber durch Tore von Seewald, Schutz, Nix und Mapes mit 4:2 gegen die Lindau Islanders durch.
Bei den Unterländern feierte Neuzugang Ryan Olsen sein Heimdebüt, auf die Verletzten Sebastian Hon, Leon Bauhof und Paul Fabian musste man weiterhin verzichten. Heilbronn versuchte im ersten Drittel, das Spiel zu kontrollieren, und hatte optisch auch Vorteile, konnte sich aber kaum klare Möglichkeiten erarbeiten. Lindau konnte sein erstes Powerplay zwar nicht nutzen, hatte in der 11. Minute aber bei einem 3-auf-1-Konter durch Mayr die beste Chance zur Führung, die Franz Jokinen, der heute im Tor der Falken stand, noch verhinderte. Fünf Minuten später war der Deutsch-Finne dann aber geschlagen. Pascal Widmann saß nach einem unnötigen Bandencheck im gegnerischen Drittel für fünf Minuten auf der Strafbank, als die Islanders 51 Sekunden nach Beginn der Strafzeit durch Peleikis zum 0:1 (16.) trafen. Immerhin gelang es den Falken, die restliche Unterzahl ohne weiteres Gegentor zu überstehen, sie hatten dabei aber auch einmal Glück, als Kane aus kurzer Distanz den Pfosten traf.
Anders am im letzten Heimspiel am Dienstag gegen Passau starteten die Falken nicht hellwach ins Mitteldrittel, sondern kassierten die nächste Strafe und in Unterzahl prompt das nächste Gegentor. Mayr zog von der blauen Linie ab, Peleikis hielt den Schläger rein und fälschte zum 0:2 ab (24.). Doch wie schon gegen Passau ließen sich die Gastgeber nicht hängen, sondern machten aus einem 0:2 noch im zweiten Durchgang ein 3:2. Schutz ließ schon eine gute Chance liegen, bevor Seewald nach einem Bullygewinn direkt abzog und in der 26. Minute auf 1:2 verkürzte. Nun fanden die Unterländer viel besser ins Spiel und waren bei einem Distanzschuss von Gauch schon dem Ausgleich nahe, doch das Gestänge rettete Gästekeeper Daniel Filimonow. Wenig später war dieser aber erneut geschlagen, als Schutz ihn aus spitzem Winkel überraschte und zum 2:2 traf (29.). Danach gelang es Lindau aber, sich zu befreien und das Spiel wieder offen zu gestalten. Trotzdem sollte in der 38. Minute noch der dritte Heilbronner Treffer fallen. Pavlu schickte mit einem Diagonalpass Nix auf die Reise, der Filimonow im zweiten Versuch bezwingen konnte und die Falken in Führung brachte. Diese hatten in der Schlussphase ihr erstes Powerplay, konnten das vierte Tor aber nicht nachlegen.
Auch im Schlussabschnitt konnte Heilbronn den Sack lange nicht zumachen, ließ aber auch nicht allzu viel zu. Es war nun ein teilweise zerfahrenes Spiel mit wenigen echten Highlights, das zudem durch eine längere Videobeweisüberprüfung nach einem Check an Nix, der aber keine Strafe nach sich zog, unterbrochen wurde. Zwei Minuten vor dem Ende nahmen die Islanders ihren Keeper vom Eis und hatten durch Grando noch eine Riesenchance zum Ausgleich, doch der US-Amerikaner zielte freistehend am Tor vorbei. Stattdessen machte auf der Gegenseite Corey Mapes mit einem Empty Net Goal zehn Sekunden vor der Schlusssirene alles klar und traf zum 4:2-Endstand.